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Soziale Medien in der Wissenschaft

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Soziale Medien gewinnen auch an den Universitäten an Bedeutung. Nachdem ich in den letzten Monaten mit den verschiedenen Diensten experimentiert habe, wollte ich hier einmal die Möglichkeiten darstellen und die Vor- und Nachteile gegenüberstellen. Als Gliederung sollen hier drei Zielsetzungen im Vordergrund stehen: Wie werden Informationen verteilt? Was ist mit der Informationsbeschaffung und können auch die eigenen Forschungsergebnisse auf diesem Weg der Öffentlichkeit mitgeteilt werden?

Grundsätzlich gilt: Kein System ist perfekt und es gibt inzwischen beträchtliche Schnittmengen.

Zielsetzung 1: Informationen verteilen

Soz. MediumBewertung

Facebook   

Große Verbreitung und die vielfältigen Möglichkeiten (Fotos, Videos) sind
sicherlich von Vorteil. Problematisch ist die rechtliche Situation - Fotos gehen in den Besitz von Facebook über - und die Sammelwut von Facebook bei den persönlichen Informationen.

Ausgespart habe ich einmal den entsprechenden Dienst von Google+   . Die Funktonsweise ist ähnlich wie bei Facebook, aber bislang ist eine Integration in die anderen sozialen Medien nur schwer möglich. Paper.li und Scoop.it greifen nicht auf Google+ zu und umgekehrt ist über scoop.it keine posten bei Google+ machbar. Die Adresse habe ich gesichert, aber hier warte ich ab. Die Bedeutung steht und fält mit der Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer - okay. Interessant kann allerdings Google+ auch durch die Integration in die Suchmaschinen von Google werden. Wenn alle - öffentlichen - Kommentare und Posts aus Google+ auch bei einer einfachen Suche bei Google erscheinen, wird die Verbreitung natürlich sehr schnell, sehr groß.

Gut integriert läßt sich dagegen jetzt schon tumblr    integrieren, ist aber eigentlich eher für Fotos geeignet und in D bislang noch nicht so sehr verbreitet. Blogs in Wordpress    sind eigentlich für umfangreichere Beiträge, aber läßt sich auch mit Scoop.it integrieren.

Zielsetzung 2: Informationsbeschaffung

Die Potentiale der Informationsbeschaffung (was für ein Wort) sind ausgesprochen umfangreich und aus meiner Sicht der eigentlich interessante Punkt. Bekannt ist meist nur die Funktion "follow" bei Facebook. Aber durch das "Folgen" bei Twitter ist es möglich die MItteilungen einer großen Zahl von Institutionen und Personen zu verfolgen. Oft ist es nur ein sehr kurzer Verweis auf einen längeren Beitrag in Facebook, einem Blog oder einer anderen Webseite. Siehe auch oben den Twitter-Flow. Nach meiner Kenntnis wird dies gerade von Journalisten sehr intensiv genutzt.

Ein Sachverhalt ist hier wichtig und wird sehr häufig falsch verstanden. Es ist problemlos möglich Facebook aber besser noch Twitter oder scoop.it einzig und allein zu nutzen, um an relevante und aktuelle Informationen zu kommen. Niemand muss selber Tweets absetzen oder bei Facebook Meldungen aus seinem Privatleben veröffentlichen. Mit Twitter kan man/frau nahezu vollständig anonym bleiben und trotzdem informiert sein.

Zielsetzung 3: Forschungsergebnisse publizieren

Hier ist es für ein abschließendes Urteil noch zu früh. Ob es aus den Originalpublikationen direkt zur besseren Wahrnehmung in der Fachcommunity reicht, möchte ich derzeit noch bezweifeln. Es geht also noch den bekannten Weg über die Zitate in Publikationen und Auftritte bei Fachtagungen.

Fazit aus Sicht eines Anbieters

Derzeit ist bei den sozialen Medien noch sehr viel Bewegung. Gut integrierbar sind Facebook, Twitter, Paper.li und - sehr gut - scoop.it. Die Meldungen sind hier identisch, zumindest wenn man es so betreibt wie ich. Für die Verteilung von Informationen ist dies ein einfacher und gangbarer Weg.

Die sinnvolle Lösung scheint mir ein Medium mit Möglichkeiten für Meldungen mit einem Umfang von einigen Sätzen und Bilderalben (derzeit wohl Facebook, später evlt. Google+), ein Blog für längere Beiträge (Wordpress oder ein Blog bei Google als Beispiele) und dann noch für kurze Hinweise auf andere Medien und die eigenen Beiträge auf den beiden anderen genannten Plattformen Kurzmeldungen über Twitter.

Vermutlich wird es keine dauerhafte Lösung mit nur einem System geben, oder einer Systemkombination, sondern immer wieder Auf- und Absteiger zu beobachtet sein.

Fazit aus Sicht von Nutzern

Hier gibt es leicht geänderte Präferenzen. Wichtig ist, ob ein DIenst mit oder ohne eigenen account nutzbar ist. Das ist dann Geschmackssache, weil ja mit einem eigenen account auch immer die Weitergabe von persönlichen Informationen verbunden ist. Zweitens ist zu überlegen, inwieweit man/frau auch selbst Informationen mitteilnen möchte (dann sind wir bei Fazit I), oder ob nur passiv Informationen konsumiert werden sollen. Ich persönlich finde hier ja Twitter recht angenehmen und schlank, weil es wirklich mit einer minimalen Freigabe von persönlichen Informationen funktionieren kann und sich sehr individuell alle möglichen Quellen zusammenstellen lassen.

Beispiele


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