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Bio-Raffinierung von Olivenblättern in Multi-Produkt-Kaskaden: Von ungenutzter Biomasse des Primärsektors hin zu maßgeschneiderten Lösungen für Produkte mit hoher Wertschöpfung für internationale Marktanwendungen.

Die Olivenölindustrie spielt in Südeuropa eine zentrale Rolle, vor allem in Spanien, Portugal, Italien und Griechenland. Im Rahmen der Olivenernte zur Ölherstellung fallen derzeit etwa 4,5 Millionen Tonnen Olivenblätter pro Jahr als Nebenprodukt an. Diese Biomasse wird derzeit zumeist auf den Feldern verbrannt, teilweise aber auch zur Energiegewinnung oder als Viehfutter genutzt. OLEAF4VALUE ist ein über die Private-Public-Partnership Bio-based Industries Joint Undertaking (BBI JU) zwischen der Europäischen Union und dem Bio-based Industries Consortium gefördertes Forschungs- und Innovationsprojekt, welches als Ziel hat, die derzeit weitgehend ungenutzte Biomasse von Olivenblättern durch ein komplettes Verwertungssystem auf Basis einer intelligenten Wertschöpfungskette sinnvoll und wertsteigernd nutzbar zu machen.

Hierzu zählt die Etablierung einer dynamischen Bio-Raffinierung der Olivenblätter, um bestimmte Inhaltsstoffe zu gewinnen und so eine Wertsteigerung zu erzielen (SAMBIO). Es sollen durch die Extraktions- und Isolationsmethoden verschieden nutzbare Fraktionen entstehen, ohne dass Abfallprodukte anfallen („zero waste approach“). Enzymatische Biotransformation und Nanoverkapselungstechniken werden genutzt, um maßgeschneiderte Prototypen von Produkten zu erhalten, die z.B. in der Nahrungs- bzw. Futtermittelbranche, der Kosmetik-, Pharma- oder Chemieindustrie nachgefragt werden.

An dem auf drei Jahre angelegten Projekt beteiligen sich unter der Leitung von NATAC BIOTECH SL insgesamt 16 Firmen bzw. Arbeitsgruppen aus 9 verschiedenen Ländern mit Expertise auf verschiedensten Gebieten. Das Konsortium beschäftigt sich mit sämtlichen Stadien der Wertschöpfungskette, u.a. dem Rohmaterial, der Extraktion von Wertstoffen und der Marktvalidierung, um die bislang nicht verwertete Biomasse nachhaltig zu erschließen.

Die Arbeitsgruppe „Biofunktionalität sekundärer Pflanzenstoffe“ der MLU hat hierbei die Aufgabe, die Bioaktivität der verschiedenen Olivenblatt-Extrakte bzw. Olivenblatt-Inhaltsstoffe (z.T. unterschiedlich verkapselt bzw. aufgearbeitet) zu untersuchen. Für die in vivo-Analyse der Bioaktivität (z.B. antioxidative, stressreduzierende Wirkungen) wird der Nematode Caenorhabditis elegans eingesetzt. Durch die so erhaltenen Ergebnisse kann die Wertschöpfungskette in Hinblick auf bestimmte Bioaktivitäten moduliert werden.

Das im Juli 2021 gestartete Projekt verbindet den Sektor der Primärproduktion von Oliven mit multinationalen Unternehmen, die sich im Rahmen der Bioökonomie für die aus Olivenblättern hergestellten Produkte interessieren. Da sich große Unternehmen dieser Sektoren an OLEAF4VALUE beteiligen, wird eine gute Marktorientierung während des Projektes gewährleistet.

BBI JU-Förderung

BBI JU-Förderung

BBI JU-Förderung

Prävention von Morbus Parkinson durch pflanzliche Extrakte?

Morbus Parkinson ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung beim Menschen. Dennoch ist kaum etwas zu den Entstehungsmechanismen bekannt und eine kausale medikamentöse Therapie gibt es bislang nicht.

Mithilfe des etablierten Modellorganismus Caenorhabditis elegans kann man Teilaspekte der Krankheit modellieren, beispielsweise die Degeneration dopaminerger Neuronen. Wir möchten herausfinden, ob pflanzliche Extrakte Vorgänge, die für die Entstehung der Krankheit mitursächlich sind, verhindern oder verlangsamen können und die dahinterstehenden molekularen Mechanismen verstehen.

Kontakt: Christina Saier,

Modulation der Fettakkumulation durch Pflanzenextrakte?

Verschiedene Pflanzen und Pflanzenextrakte werden als Mittel gegen Übergewicht beworben. So soll beispielsweise Artischocke den Cholesterinspiegel senken, Grapefruit die Fettverbrennung anregen und grüner Tee zu einer verminderten Gewichtszunahme führen.

Wir stellen uns der Frage, ob bestimmte Pflanzenextrakte den Fettmetabolismus modulieren können und welche molekularen Wirkmechanismen dafür verantwortlich sind. Dazu verwenden wir verschiedene C. elegans-Stämme mit erhöhten Lipidgehalten, welche mithilfe verschiedener Färbemittel detektiert und quantifiziert werden können. Zusätzlich untersuchen wir physiologische Auswirkungen dieser Pflanzenextrakte im Nematoden (z.B. Beweglichkeit, Stressresistenz, Lebensspanne) und versuchen, die zugrundeliegenden Wirkmechanismen aufzuklären.

Kontakt: Sabrina Baier,


Abgeschlossene Arbeiten

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